Scientifica 2017

1. bis 3. September 2017

Scientifica
Foto: Frank Brüderli

«Was Daten verraten»

Wissenschaft schafft seit jeher Erkenntnis, indem sie Daten analysiert und interpretiert. Mit den neuen Möglichkeiten der Datenverarbeitung hat die Art, wie Daten gesammelt, ausgewertet und miteinander verknüpft werden, völlig neue Dimensionen erreicht. Kaum ein Wissenschaftszweig bleibt davon unberührt. Nicht nur in der Medizin, den Natur- und Ingenieurwissenschaften, auch in den Sozial- und Geisteswissenschaften stehen den Forschenden riesige Datensätze zur Verfügung, die neue Fragestellungen ermöglichen.

Themen wie Big Data, Personalisierte Medizin, digitale Gesellschaft, aber auch Open Acccess und Citizen Science, die heute breit diskutiert werden, beruhen im Kern auf der raschen Verarbeitung, Verteilung und Vernetzung von Daten in grossem Massstab. Wie setzen Forscherinnen und Forscher an der ETH und der UZH diese Möglichkeiten ein? Welche Auswirkung hat dies auf die Art, wie Forschung betrieben wird? Bricht ein neues, goldenes Zeitalter der Erkenntnis an oder geht den Forschenden die Arbeit aus?

Gleichzeitig werden Daten zu einer neuen Währung in der Gesellschaft. Vermeintlich kostenlose Dienstleistungen werden mit Informationen zum Nutzerverhalten oder anderen personenbezogenen Daten erkauft. Dies wirft neue Fragen auf. Wer soll über solche Daten verfügen, wie können diese geschützt werden?

Um diese Fragen geht es an der Scientifica 2017 zum Thema «Was Daten verraten» – mit Ausstellungsständen, Podiumsgesprächen, Kurzvorträgen, Wissenschaftsshows usw. Ein Aufruf zur Einreichung von Projekten erfolgt Ende 2016. Da wir gerne grössere Projekte von Kollaborationen zeigen, die disziplinäre und nationale Grenzen überschreiten, steht das Projektteam bereits heute bereit, um mit interessierten Forschenden Auftrittsmöglichkeiten zu diskutieren.